Social Media Plattformen unterstützen das Recruiting, erhöhen die Interaktionen zwischen Unternehmen und potentiellen Kandidaten und tragen zur Entscheidungsfindung bei. Der Hays HR-Report 2017 Schwerpunkt Kompetenzen für eine Digitale Welt  zeigt die Nutzung der einzelnen Rekrutierungskanäle auf. Die Jobportale (82%) und die eigenen Unternehmenskanäle (68%) stehen dabei gefolgt von externen Dienstleistern (49%) und Mitarbeiterempfehlung (43%) im Vordergrund. Weit abgeschlagen finden sich die Printmedien mit nur 16%. Die Social Media Plattformen sind mit 28% auf dem Vormarsch, Tendenz steigend. Wie lassen sich die Social Media Plattformen konkret als Rekrutierungskanal nutzen, was ist zu beachten und was kann Recruiting vom Digital Marketing lernen?

Keywords, Modernes Design und kreativer Content

Viele Zielgruppen sind heute nicht mehr über einfache Job Posts zu erreichen. Daher gilt es, gezielt über den Einsatz von Social Media Plattformen nachzudenken und LinkedIn, XING, Facebook, Instagram, Snapchat, Youtube, Twitter, Pinterest etc. bewusst für das Digital Recruiting einzusetzen. Wie kann das am besten gelingen?

Stelle Dir vor, Du betreibst Marketing wie für ein herkömmliches Produkt oder eine Dienstleistung. Und nun denke an Deinen Job Post. Vermarkte Deine Stellenanzeige genauso, möglichst positiv und immer mit der Zielgruppe vor Augen. Wie bei Google Adwords solltest Du Dir deshalb gründlich Gedanken machen, was die Keywords Deiner Jobbeschreibung sind. Mit banalen Worten wie „wir suchen“ und  „wir bieten“ wirkt Deine Stellenanzeige schnell austauschbar und unattraktiv. Nimm Dir Zeit für eine gute und kreative Textbeschreibung. Unterstütze sie mit einem ansprechenden Design und einem modernen Bild. Das Firmenlogo kann hier schnell zu langweilig wirken. Wenn Du Dich traust, dann probiere doch direkt eine Google Adwords Kampagne für Deine Stellenanzeige aus, zur Not bekommst Du sicher Unterstützung von der Marketing Abteilung. Oder kreiere einen spannenden Job Post auf Facebook oder Instagram mit kreativen Bildern oder Videos.

Mit einer klaren Arbeitgebermarke bzw. einem Employer Brand kann sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Die digitale Welt kann eine wichtige Rolle beim Aufbau des Unternehmensimages spielen. Willst Du Social Media Plattformen gezielt fürs Employer Branding nutzen? Dann trenne Dich von langweiligem Content. Biete spannende Themen an, die potentielle Kandidaten auf Dein Unternehmen aufmerksam machen:

  •       Interessante und packende Jobbeschreibungen (u.a. mit # Hashtags versehen)
  •       Ratgeber für die Bewerbung oder Tipps für den Dresscode (Bilder als Beispiele)
  •       Infos rund um Jobs und Ausbildungsplätze (Bilder & Videos wie am Tag der offenen Tür)
  •       Work-Life-Beispiele (konkrete Mitarbeitende zeigen)
  •       Flexible Arbeitszeiten & Kinderbetreuung

Von der Zielgruppe zur konkreten Persona

Im Marketing fällt heute oft der Begriff Persona. Eine Persona Definition überträgt demografischen Merkmale einer Zielgruppe auf eine fiktive Person. Diese Person bekommt dann einen Namen und ein Gesicht. Persönliche Angaben, Charaktereigenschaften, Abneigungen, Typische Ziele, Werte und Vorlieben werden ganz konkret beschrieben. Eine Persona steckt in einer ganz bestimmten Situation, mit bestimmten Herausforderungen, Bedürfnissen und Painpoints. Stell Dir nun bei der Ausschreibung Deiner Stelle eine konkrete Persona vor, dann könnte das für deinen Job Post ungefähr so aussehen wie am Beispiel der Persona HR Holly. Mittlerweile gibt es auch hervorragende Tools, die die Erstellung von Persona erleichtern.

Networking, Kommunikation und Postingstrategien

Oft wird die soziale Komponente von Social Media schlicht und einfach vergessen. Es geht um den Aufbau von Beziehungen. Fragen können direkt beantwortet, lange Wege umgangen und Wartezeiten verkürzt werden. D.h. das Networking kann durchaus erleichtert werden, wenn man es richtig angeht. Sei Dir bewusst, dass es nicht immer gut ankommt, wenn Du auf LinkedIn und XING die Leute plump angehst. Klar bist Du im Zeitdruck und möchtest möglichst viele Kandidaten gleichzeitig ansprechen. Schreib direkte Nachrichten, gehe auf die Kandidaten ein und sei authentisch und ehrlich. Kommuniziere auf Augenhöhe und nicht aus einer Position des Überlegenen. Nutzt du Twitter, dann poste nicht stumpf irgendwelche Stellenangebote, sondern bemühe Dich um den Aufbau einer Community, die Du zum Sharen eines Job Posts auffordern kannst.

Mach Dir auch Gedanken zu den unterschiedlichen Plattformen. Evtl. beginnst Du eher mit weniger und bespielst diese konsequent. Achte aber auch darauf, dass Du unterschiedlichen Postings und unterschiedliche Frequenzen hast. Jede Social Media Plattform bietet besondere Funktionen und eine spezielle Handhabung. Nutze sie richtig für Deine Präsentation von Jobangeboten, Unternehmensinformationen und Berwerbertipps. Der Ratgeber und die Checkliste zu  SOCIAL MEDIA CROSSPROMOTION von „Blog2Social by Adenion“ bieten eine gute Übersicht und viele Tipps, welche Postingstrategien auf welcher Social Media Plattform besonders gut funktionieren.

Interessierst Du Dich für Digital Recruiting und willst mehr zu diesem Thema wissen? Zögere nicht und melde Dich.