Will man von den Chancen von Online Marketing profitieren, ist es absolut notwendig, sich zuerst mit dem Thema Conversion-Tracking auseinander zu setzen. Wieso dies so ist, werde ich im Folgenden erläutern.

Was versteht man unter „Conversion”?

Kurzgefasst versteht man unter einer Conversion im Bereich Online Marketing das Erfüllen einer Aktion, wie zum Beispiel ein Kaufabschluss. Doch auch das Absenden einer Kontaktanfrage, eine Newsletter-Anmeldung oder ein E-Book-Download kann als Conversion gezählt werden, sofern diese Aktionen für Dich bzw. Dein Unternehmen wertvoll sind. Wichtig ist, dass Du Dir Gedanken dazu machst, was Du mit einer Online Marketing Kampagne erreichen willst und dann entsprechende Ziele definierst. Sind die Ziele definiert, geht es an die technische Umsetzung, sprich die Messung – oder neudeutsch das Tracking – der festgelegten Ziele.

Wie funktioniert Conversion-Tracking?

Bevor Du mit einer Online Marketing Kampagne starten willst, empfiehlt es sich mithilfe eines Google Analytics Kontos sogenannte „Zielvorhaben” zu erstellen, um Conversions tracken zu können. Dies bietet Dir zusätzlich den Mehrwert, nicht nur Conversions zu tracken, sondern auch einen Einblick in den gesamten Kundenfluss Deiner Website zu bekommen. Informationen zu Conversions und dem Kundenfluss können zudem mögliches Optimierungspotenzial aufdecken, wenn beispielsweise Deine Conversions nicht den Erwartungen entsprechen oder eine besonders hohe Absprungrate vorhanden ist. Mithilfe eines Conversion-Tracking-Tags oder Code-Snippets können dann auf Deiner Website sämtliche Conversions aus verschiedenen Quellen gezählt und dank sogenannter „Cookies“ der dafür verantwortlichen Online Marketing Kampagne zugeordnet werden. Einmal eingestellt, funktioniert Conversion-Tracking wie folgt: Nachdem ein User z.B. auf eine Anzeige der Kampagne A klickt, wird ein „Cookie“ bzw. eine kleine Textdatei temporär, d.h. in der Regel 30 Tage, beim User lokal auf dem Rechner gespeichert. Wenn innerhalb von diesem Zeitraum eine Conversion stattfindet, überprüft der Conversion-Tracking-Tag, ob beim User ein Cookie vorhanden ist und – falls eines vorhanden ist – kann die Conversion so der Kampagne A zuordnen.

An dieser Stelle noch ein rechtlicher Hinweis: Von Endnutzern innerhalb der Europäischen Union muss aus datenschutzrechtlichen Gründen eine Einwilligung eingeholt werden, um Cookies nutzen zu dürfen. Mehr dazu findest Du hier.

Was sagen Dir die Ergebnisse?

Mit getrackten Conversion-Ergebnissen kannst Du, z.B. für Deine Online Marketing Kampagne, die Conversion-Rate berechnen. Diese setzt sich zusammen aus der Anzahl der Conversions dividiert durch die Anzahl der Interaktionen mit Deiner Online Marketing Kampagne (z.B. Klicks auf eine Anzeige), in Prozent. Die Conversion-Rate ist ein Indikator dafür, wie gut eine Online Marketing Kampagne funktioniert, denn sie zeigt auf, wie viel Mehrwert das eingesetzte Marketingbudget erzeugt hat.

Ein Beispiel:
Wenn über Kampagne A insgesamt 100 Klicks auf eine Anzeige zu 5 Conversions führen, berechnet man:
(Anzahl der Conversions / Anzahl der Interaktionen mit Kampagne) x 100 = (5 / 100) x 100 = 5.
Die Conversion-Rate für Kampagne A liegt entsprechend bei 5%.

Diesen Wert als Leistungsindikator einzusetzen kann sehr hilfreich sein, um den Erfolg von Online Marketing Kampagne A einzuschätzen und mit anderen Kampagnen zu vergleichen. Hat z.B. Kampagne B eine Conversion-Rate von 10%, lohnt es sich, mehr Ressourcen in Kampagne B als in Kampagne A zu investieren – unter der Bedingung, dass es sich bei beiden Kampagnen um dieselbe Art von Conversion handelt.